Handreichung AV · Lehrkräfte
Lernberatung
Gesprächsabläufe, Dokumentation und individuelle Ziele.
Lernberatungsgespräche
Im Fokus der Lernberatung steht die Unterstützung der Lernenden. Ziel ist, dass sie sich mit der eigenen Lerngeschichte und Lernerfahrungen auseinandersetzen und sich der eigenen Lernhaltung und entsprechenden Strategien bewusst zu werden. Dabei ist die Lernberatung zentral, um das Lernverhalten der Lernenden positiv zu verändern, Lernschwierigkeiten zu überwinden und neue Lernstrategien und -methoden zu entwickeln. Die Lernberatung ist ein Beratungsinstrument, welches von Anfang an unterstützend einwirkt und nicht erst beim Auftreten von Problemen eingreift. Zentrales Ziel ist die selbständige und aktive Gestaltung des individuellen Lernprozesses der Lernenden und ihre Auseinandersetzung mit sich selbst. Lernen ist ein aktiver, selbst gesteuerter Prozess und führt zu einer Veränderung der eigenen Person. Dieser Lernprozess ist oft beschwerlich und durch persönliche, psychische, soziale oder familiäre Faktoren bedingt. Die Lernberatung soll daher auch einen geschützten Raum für den Austausch mit dem Lernberater als Vertrauensperson und Ansprechpartner bei Problemen oder anderen Anliegen bieten.
Durchführung
- Die Lernberater:innen werden durch die Abteilungsleitung bestimmt und sind jeweils für Dokumentation und Durchführung der Lernberatung für 5 - 7 Lernende verantwortlich.
- Die Zuordnungen der Lernenden findet im Rahmen der wöchentlichen Teamsitzung statt.
- Die Lernberater:innen begleiten zugeordnete Lernende in den Lerngruppen. Die konkrete Aufteilung wird im Lehrkräfteteam festgelegt.
- Die Lernberatungsgespräche sind zentraler Bestandteil des Begleitungsprozesses der Lernenden und im Rahmen der Zielvereinbarungsgespräche verbindlich für die Zuordnung der Niveaustufen und Bildungsziele.
- Die Lernberatungsgespräche sind wöchentlich mit jedem/r zugeordneten Lernenden durchzuführen und in der digitalen Schülermappe zu dokumentieren. Eine Protokollvorlage steht in der digitalen Schülermappe zur Verfügung und wird von den Lernenden digital unterschrieben.
- Die Lernberatungsgespräche können auch in Kleingruppen von je 1 - 3 Lernenden durchgeführt werden, wenn die Situation dies zulässt.
- Die Lernberater:innen haben zu jeder Zeit Einsicht in die digitale Schülermappe der Lernenden, insbesondere in die Punktetabelle und Handlungskompetenzmatrix.
- Die Lernberatungen finden grundsätzlich während der im Stundenplan ausgewiesenen, offenen Lernzeit statt.
- Die Lernberater:innen führen die Gespräche selbstverantwortlich und hauptsächlich während der offenen Lernzeit der Lernenden im Besprechungsraum, dem Lehrerbüro oder einem anderen geeigneten Raum, in dem Gespräche ungestört stattfinden können (z.B. im Arbeitsraum).
- Die Erziehungsberechtigten und Betreuer:innen der Lernenden können durch die Lernberatung nach eigener Einschätzung zu den Beratungsgesprächen eingeladen werden.
- Die Lernberater:innen sollen Vertrauensperson für Lernende darstellen und den Entwicklungsprozess motivierend unterstützen.
- Die Lernberater:innen stellen einen geschützten Rahmen dar, Gespräche mit den Klassenleitungen oder der Schulleitung sind davon gesondert abzuhalten.
- Die Lernberater:innen evaluieren regelmäßig den Stand der Handlungskompetenzen anhand der Excel-Tabelle in der digitalen Schülermappe. Die Lernenden sollen sich zunächst selbst den Kompetenzbereichen zuordnen und die Entwicklung der Handlungskompetenzen wird anhand regelmäßiger Screenshots der Matrix in der digitalen Schülermappe verfolgt und dokumentiert.
- Die Rückmeldungen an die Erziehungsberechtigten und Betreuer:innen über die Inhalte der Lernberatungsgespräche, die getroffenen Zielvereinbarungen, die Bildungswegplanung, die Progression und sonstige besprochene Themen erfolgen in der Regel über die Zielvereinbarungsgespräche, die gemeinsam mit der Lernberatung und den Lernenden vor Ort an der Schule durchgeführt werden. Diese finden 3-mal pro Schuljahr statt. Das erste Gespräch findet als Aufnahmegespräch, das zweite als Prüfungswegegespräch und das dritte am Ende als Besprechung des Folgeschuljahres statt. Bei diesen Gesprächen müssen die protokollierten Inhalte von Schüler:in, Eltern und Lehrkraft unterschrieben werden, da diese die einzige rechtsverbindliche Grundlage für das festgesetzte Bildungsziel sind.
- Rückmeldungen außerhalb der Zielvereinbarungsgespräche können durch die Lernberater:innen schriftlich, fernmündlich oder persönlich erfolgen und sind in der Regel anlassbezogen.
Onboarding: Lernberatung und Lernberatungsgespräche
1. Grundprinzipien der Lernberatung
- Unterstützen statt nur Probleme lösen: Lernberatung wirkt präventiv und begleitet Lernende kontinuierlich.
- Selbstreflexion fördern: Ziel ist, dass die Lernenden ihren Lernprozess verstehen, steuern und aktiv gestalten.
- Geschützter Raum: Du bist Vertrauensperson. Gespräche finden ruhig, respektvoll und vertraulich statt.
- Ganzheitlichkeit: Schulische, soziale und familiäre Aspekte dürfen einfließen. Lernberatung ist Beziehungsgestaltung.
2. Organisatorisches – Was du wissen musst
- Du betreust 5–7 Lernende verbindlich und führst im Idealfall wöchentliche Gespräche von ca. 10 bis 15 Minuten pro Schüler*in.
- Dokumentation erfolgt in der digitalen Schülermappe (inkl. Protokoll, Unterschriften).
- Gespräche finden während der regulären Unterrichtszeit statt – in einem ruhigen Raum (Besprechungsraum/Lehrerbüro/Arbeitsraum).
- Regelmäßige Einsicht in Punktetabelle und Kompetenzmatrix ist erforderlich.
- Eltern/Betreuer können auf eigenen Impuls oder nach Bedarf eingeladen werden.
3. Ablauf eines erfolgreichen Lernberatungsgesprächs
Das Gespräch folgt einem vierteiligen Ablauf, der die Selbstreflexion schrittweise anleitet:
- Was läuft gut? – Stärken und Positives sichtbar machen
- Wertschätzende Atmosphäre schaffen
- Positive Entwicklungen hervorheben
- Beziehung aufbauen (z.B. auch private oder soziale Erlebnisse einbeziehen)
- Beispiel-Hilfsfrage: „Was hat in letzter Zeit besonders gut funktioniert?“
- Das Protokoll hat hier bei 1a weitere Aspekte und Hilfsfragen aufgelistet.
- Beobachtung des Ist-Zustands und Rückblick: Was wurde erreicht? Wie? Was läuft noch nicht so gut?
- Ziele aus dem letzten Gespräch prüfen
- Erfolge und Stolpersteine sichtbar machen
- Lernende erzählen – Lernberatung fragt aktiv nach
- Beispiel-Hilfsfrage: „Wo hast du Fortschritte gemacht? Woran erkennst du das?“
- Das Protokoll hat hier bei 1b weitere Aspekte und Hilfsfragen aufgelistet.
- Gemeinsame Überprüfung des Ist-Zustands (Punkt 2 auf dem Protokoll)
- Ausblick: Was will ich als Nächstes erreichen?
- Neue (Teil-)Ziele formulieren (siehe SMART)
- Schwierigkeiten offen ansprechen
- Ziele an die aktuelle Lebenssituation anpassen
- Bei Punkt 3 des Protokolls notieren
3a) Ziele anhand der SMART-Methode formulieren:
Lernziele müssen:
- Spezifisch – Was genau?
- Messbar – Woran erkennbar?
- Akzeptiert – Vom Lernenden gewollt
- Realistisch – erreichbar
- Terminiert – klarer Zeitraum
- Beispiele:
- 1. Aufmerksamkeit im Unterricht: „Ich bin im Unterricht mindestens 80 % der Zeit aufmerksam, indem ich meine Ablenkungen minimiere. Wir überprüfen das gemeinsam beim nächsten Lernberatungsgespräch in einer Woche.“
- 2. Pünktlichkeit steigern: „Ich komme in den nächsten zwei Wochen an mindestens vier von fünf Schultagen pünktlich in die erste Stunde. Ich stelle mir dafür ab morgen jeden Abend zwei Wecker.“
- 3. Soziale Kompetenz stärken: „Ich halte mich in den nächsten zwei Wochen in allen Unterrichtsstunden an die Gesprächsregeln, indem ich andere ausreden lasse und nur meldegestützt spreche.“
- Unterstützung planen (falls nötig)
- Lernende benennen, was ihnen hilft
- Beratungen bündeln: Lernmethoden, Personen, Hilfen, Organisation
4. Haltung und Gesprächsführung
- Motivierend statt kontrollierend: Fokus auf Fortschritt, nicht auf Fehler.
- Aktives Zuhören: Rückfragen, Paraphrasieren, bestätigen.
- Fehlerkultur stärken: Fehler als Entwicklungschance thematisieren.
- Ressourcenorientiert: Stärken sichtbar machen, kleine Erfolge feiern.
- Nicht bewerten – begleiten: Es geht um Lernentwicklung, nicht um Noten.
5. Umgang mit Herausforderungen
- Wenn Ziele nicht erreicht wurden: Ursachen gemeinsam erkunden, nicht moralisieren.
- Bei wiederkehrenden Problemen: Muster identifizieren (z.B. Tagesstruktur, soziale Konflikte).
- Keine falsche Scheu beim Hinzuziehen interner/externer Partner, z.B. Beratungslehrkraft, Schulsozialarbeit, …
- Bei geringem Engagement: Motivation über Stärken oder Erfolgserlebnisse aufbauen.
- Wenn Lernende/Eltern Termine verpassen: Klare Kommunikationswege einhalten.
Onboarding: Lernberatung und Praktikumsbegleitung
Lernberater:innen sind die Hauptverantwortlichen für die Praktikumsprozesse jedes Lernenden – in enger Zusammenarbeit mit Schulsozialarbeit, technischen Lehrkräften und Klassenlehrkraft.
Deine Aufgaben erstrecken sich über vier Phasen:
- Vorbereitung / Suche
- Begleitung während der Praktika
- Evaluation & Dokumentation
- Einbindung in die Berufswegeplanung
Diese vier Phasen sind entscheidend dafür, ob ein Praktikum pädagogisch wertvoll wird und dem Lernenden wirklich hilft.
Phase 1: Praktikumsplatzsuche begleiten
Deine konkreten Aufgaben:
a) Beratungsgespräche führen (im Rahmen der Lernberatungsgespräche)
- Interessen, Stärken, Erfahrungen und Ängste des Lernenden klären
- Auf DQR-Niveau, Lernniveau & Bildungsziel schauen
- Realistische Berufsfelder empfehlen
- Motivationslage einschätzen
b) Ansprechpartner für Bewerbungen sein
- Prüfen von Anschreiben & Lebensläufen
- Klären: „Ist das der richtige Betrieb für dich?“
- Alternativen vorschlagen
- Unterstützung bei Telefonaten oder E-Mails
✔️ Klare Suchstrategie mit dem Lernenden formulieren
„Wie viele Betriebe kontaktierst du bis nächste Woche?“
→ Konkrete, SMART formulierte Ziele festhalten.
✔️ Jugendliche nicht mit „Such es halt“ allein lassen
Viele AV-Schüler brauchen strukturierte Suche, nicht nur Motivation. Man muss mit den SuS vor einem Anruf Notizen machen und mit ihnen neben dem Telefon sitzen.
✔️ Frühzeitig gegensteuern, wenn kein Ergebnis sichtbar wird
Spätestens 10 Tage vor Praktikumsstart:
- Schulsozialarbeit einbeziehen
- Eigenes Netzwerk nutzen
- Technische Lehrkräfte nach Kontakten fragen
✔️ Keine Praktika, die nur „Pflicht erfüllen“
(z. B. reine Lagerarbeiten, Imbissbuden etc.)
→ Nur in Ausnahmefällen und pädagogisch begründet (Quelle: Praktikumsregelung).
c) Zusammenarbeit mit Kolleg:innen
- Technische Lehrkräfte: Berufsbezogene Einschätzung → Ist das Berufsfeld sinnvoll?
- Schulsozialarbeit: Wenn Schwierigkeiten auftreten (keine Rückmeldungen, Konflikte, soziale Hürden)
d) Dokumentation
- Eintragen des Praktikumsblatts in die Tabelle in OneNote
3. Phase 2: Begleitung während des Praktikums
Deine Aufgaben als Lernberater:in:
1. Kontakt halten
- Ein kurzer Telefonkontakt in den ersten beiden Praktikumstagen
- Nachfrage, ob Praktikant*in gut im Betrieb angekommen ist, ob es Probleme gab und einen Praktikumsbesuch ausmachen
- Eintragen des Anrufs und des Besuchsdatums in der Tabelle in Teams
2. Praktikumsbesuche
Beim Praktikumsbesuch klärt die Lernberatung:
- Praktikumsbeurteilung beim Betreuer abgeben, ggf. kurzes Gespräch mit Betreuer:
- Tätigkeiten des/der Praktikant:in
- Beobachtete Stärken (Arbeitsbereitschaft, Lernfähigkeit, Zuverlässigkeit etc.)
- Beobachtete Herausforderungen (fachlich, sozial, Belastbarkeit)
- Verhalten im Team, Auftreten, Motivation
- Passung zum Berufsfeld
- Perspektiven (weiteres Praktikum, Ausbildung)
- Wünsche oder Rückmeldungen des Betriebs an die Schule
- Mit dem Schüler in Ruhe das Praktikumsfeedback durchsprechen und den Bogen wieder mitnehmen
- Nachfragen, ob der Betrieb Praktikumsbescheinigungen ausstellt
3. Einordnung und ggf. Krisenintervention
Wenn Probleme auftauchen:
- Kontakt mit Betrieb und Schulsozialarbeit suchen
- Ggf. Wechsel des Praktikumsplatzes in Ausnahmefällen begleiten
- Lernenden stabilisieren und beraten
4. Phase 3: Evaluation in der Lernberatung
Deine Aufgaben:
1. Rückmeldebogen gemeinsam durchgehen
- Fragen an den Lernenden:
- „Welche Rückmeldung überrascht dich?“
- „Was findest du fair/unfair?“
- „Welche Stärken wurden sichtbar?“
- „Was möchtest du im nächsten Praktikum anders machen?“
- Rückmeldebogen aufbewahren oder den SuS zum Einheften in den Ordner geben
2. Dokumentation in OneNote und Teilen im Team
- Gesprächsergebnisse festhalten
- ggf. Foto/Scan der betrieblichen Unterlagen einfügen
- Relevante Vorkommnisse und Beobachtungen im Klassenteam besprechen
2. Einordnung in die Berufswegeplanung
Die Praktika sind ein zentrales diagnostisches Instrument für:
- Bildungsziel (HSA / FSR / B1 / AV ohne HSA)
- Niveaustufe (A / B / C)
- Motivation und Belastbarkeit
- Persönliche Stärken
Du als Lernberater:in bist die Person, die diese Erkenntnisse zusammenführt und in die Zielvereinbarungsgespräche integriert.
Definition von Zielen – SMART Methode
Ein Ziel ist eine Herausforderung und sollte immer positiv formuliert werden: „Ich bin im Unterricht 80% der Zeit aufmerksam.“ statt „Ich störe nicht.“. SMART ist ein Akronym für „Specific Measurable Accepted Realistic Timely“ und dient im Projektmanagement als Kriterium zur eindeutigen Definition von Zielen im Rahmen einer Zielvereinbarung. Ein Ziel ist nur dann S.M.A.R.T., wenn es diese fünf Bedingungen erfüllt. Bei konsequenter Anwendung von „SMART“ ergeben sich klare, mess- und überprüfbare langfristige und mittel- bis kurzfristige Ziele:

Ablauf
1. Teil: Wie ist der aktuelle Stand, was läuft gut?
- Motivierende und wertschätzende Atmosphäre schaffen
- Die Leistungen der Lernenden anerkennen und würdigen
- Positives herausstellen und bei der Selbstreflexion unterstützen
- Konkrete Beispiele für positive Entwicklung und Stärken aufzeigen
- Private/soziale Erlebnisse ebenso, wie schulische einbeziehen
- Beziehungsebene aufbauen und Ängste abbauen
- Positive Fehlerkultur aufbauen
Hilfsfragen:
- Was ist dir letzte Woche (in letzter Zeit) besonders gut gelungen?
- Was war das Letzte, für das du besonders stolz auf dich selbst warst?
- Was war das Beste, was du in den letzten vier Wochen erlebt hast?
- Was macht dir momentan in der Schule am meisten Freude?
- Was macht dir momentan außerhalb der Schule am meisten Freude?
- Wie ist das Umfeld zuhause und die soziale Situation?
- Gibt es noch andere Dinge, die besonders gut laufen oder sich zum Positiven verändert haben (zum Beispiel zuhause)?
2. Teil: Was habe ich erreicht und wie habe ich das geschafft? Wo waren Stolpersteine?
- Sichtbar machen von Erreichtem und von Kompetenzen
- Grundlage ist das vorhergehende Gesprächsprotokoll
- Formulierte Ziele werden überprüft und mit dem aktuellen Stand verglichen
- Die Lernenden berichten, die Lernberatung hört zu und frägt aktiv nach
Hilfsfragen:
- Was habe ich erreicht und wie habe ich das geschafft?
- Wo waren Stolpersteine?
- Was hätte ich besser machen können?
- Wo habe ich mich verbessert?
- An welchen konkreten Beispielen lässt sich das erkennen?
- Inwieweit wurden die vereinbarten Ziele verfolgt (Skala 1 - 10)?
- Wie ist es gelungen, diese Ziele zu verfolgen (die genannte Zahl zu erreichen)?
- Hilft dir diese Erkenntnis, dich wohlzufühlen?
- Glaubst du es wäre möglich für dich gewesen, mehr zu erreichen?
- Was würdest du im Nachhinein anders machen?
- Worin lagen die Schwierigkeiten?
3. Teil: Was will ich als nächstes erreichen?
- Formulieren von Wünschen, Erwartungen und Zielen durch die Lernenden
- Ansprechen von konkreten Schwierigkeiten
- Ziele in Bezug auf den aktuellen Stand und die aktuelle Situation setzen
- Vereinbarung und Festhalten neuer (Teil-)Ziele durch die Lernenden
Hilfsfragen:
- Was willst du als nächstes erreichen?
- Welche notwendigen Schritte dafür sind die nächsten?
- Woran möchtest du verstärkt arbeiten?
- Auf welchem Stand möchtest du beim nächsten Gespräch sein (Skala 1 - 10)?
- Was schätzt du dabei als besondere Herausforderung oder Schwierigkeit ein?
- Wo hat es schon einmal Zeitpunkte gegeben, in denen es besser gelaufen ist?
- Was hat sich seit diesen Zeitpunkten geändert?
- Treten Schwierigkeiten nicht regelmäßig, sondern nur gelegentlich auf?
- Welcher Aspekt spielt dabei für dich die größte Rolle?
- Was unternimmst du bereits, um dies in den Griff zu bekommen?
- Teil: Was kann mir helfen, meine Ziele zu erreichen?
- Feststellung von Verbesserungsmöglichkeiten durch die Lernenden selbst
- Eigenständiges formulieren neuer Ziele (Grobziele reichen ggfs. aus)
- Gemeinsames Ausformulieren der konkreten Teilschritte
- Sichtweise der Lernenden stehen bei Schwierigkeiten im Vordergrund
- Gemeinsam Unterstützungsmöglichkeiten herausfinden und dokumentieren
Hilfsfragen
- Was kannst du oder können andere tun, damit Schwierigkeiten seltener auftreten (Lehrer, Mitschüler, Eltern)?
- Was nimmst du dir konkret vor, dass es beim nächsten Mal besser klappt?
- Was erwartest Du von uns zu deiner Unterstützung?
- Welche Hilfsmittel können dir helfen, deine Ziele zu erreichen?
- Welche Lernmethoden sind für Dich gut?
- Wie kann deine Umgebung dazu beitragen, dass positive Erlebnisse sich wiederholen?
- Wer kann dich bei konkreten Schwierigkeiten oder Konflikten unterstützen?
Checkliste
- Wer sind die anderen Lernberater und die Klassenleitungen?
- Was sind die Aufgaben der Lernberater und der Klassenleitungen?
- Wann finden die Lernberatungsgespräche statt?
- Wann finden die Zielvereinbarungsgespräche statt?
- Wann und wie werden die Eltern zu Gesprächen eingeladen?
- Welche Räumlichkeiten stehen für die Gespräche zur Verfügung?
- Wo wird die Gesprächsdokumentation mit den Lernenden und den Erziehungsberechtigten abgelegt?
- Wo sind die Wochenpläne zu finden?
- Wie sind die Handlungskompetenzfelder definiert?
- Wie ist zu Verfahren, wenn Lernende und Erziehungsberechtigte nicht zu den Gesprächen erscheinen?